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EOS Studie 2010 "Europäische Zahlungsgewohnheiten"Zahlungsausfälle gefährden spanische UnternehmenHoher Anteil an Forderungen fällt aus / Fast jedes fünfte Unternehmen berichtet von Liquiditätsengpässen / Dienstleistungssektor überdurch-schnittlich betroffen
Bergondo (A Coruña), 13.09.2010 – Spanische Unternehmen leiden unter einem hohen Anteil von Zahlungsausfällen: 4,9 % aller Forderungen gegen-über Privatkunden und 4,6 % der Forderungen gegenüber Geschäftskunden fallen aus. Nur griechische Unternehmen müssen mit 4,0 % (Privatkunden) und 5,4 % (Geschäftskunden) ähnlich viele oder mehr Forderungen ab-schreiben. Das ergab die EOS Zehn-Länder-Studie 2010 „Europäische Zah-lungsgewohnheiten“. Für die Studie hat die internationale EOS Gruppe, An-bieter von Forderungsmanagement, Marketing- und Risiko-Informationen sowie Payment Services, gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos 2.200 Unternehmen in zehn europäischen Ländern zu den lokalen Zah-lungsgewohnheiten befragt.
Der Branchenvergleich zeigt, dass in Spanien vor allem Dienstleistungsun-ternehmen unter hohen Zahlungsausfällen leiden: 10 % der Forderungen gegenüber Privatverbrauchern und 7,8 % der Rechnungen gegenüber Ge-schäftskunden fallen aus.
Neben den häufigen Zahlungsausfällen weichen im internationalen Vergleich auch die langen Zahlungsziele spanischer Firmen vom Großteil der durch EOS untersuchten Länder ab. So räumen spanische Firmen ihren Privatkun-den durchschnittlich rund 40 Tage für die fristgerechte Bezahlung der Rech-nung ein. Die kürzesten Zahlungsfristen gewähren im Rahmen der Studie polnische Unternehmen mit 15 Tagen. Für Geschäftskunden gelten in Spa-nien mit rund 70 Tagen ebenfalls vergleichsweise lange Zahlungsziele, die nur von griechischen Unternehmen übertroffen werden (106 Tage). Besonders wenig Zeit zum Bezahlen gewähren russische und deutsche Unternehmen ihren Geschäftskunden. Sie fordern ihre Kunden auf, nach rund 24 Tagen zu zahlen. Eine Folge der langen Zahlungsziele: Vor allem in Ge-schäftsbeziehungen zu Endverbrauchern verzeichnen spanische Unterneh-men mit 13,8 % Außenständen einen Spitzenwert. Zum Vergleich: Den ge-ringsten Anteil verbuchen belgische Unternehmen mit 4,2 % Außenständen.
Hohe Außenstände, lange Zahlungsziele und im internationalen Vergleich ein hoher Anteil an Forderungsausfällen wirkt sich auf die Liquidität der Un-ternehmen aus.
17 % der befragten Unternehmen und 21 % der Dienstleistungsunternehmen litten bereits unter Liquiditätsengpässe. Im westeuropäischen Vergleich sind die spanischen Unternehmen damit besonders stark betroffen. In Groß-britannien und Belgien fallen 10 % der Forderungen aus, in Deutschland sind es 9 %.
Optimierungspotenzial im Forderungsmanagement Spanische Unternehmen haben die Relevanz eines professionellen Risiko- und Forderungsmanagement erkannt: 45 % der spanischen Unternehmen beschäftigen spezialisierte Mitarbeiter aus dem Bereich Risiko- und Forde-rungsmanagement. Neben Großbritannien und Griechenland sind spanische Firmen damit im internationalen Vergleich am besten aufgestellt. „Die Krise hat die spanische Wirtschaft nach einem langjährigen Wirtschaftsaufschwung hart getroffen. Es zeigt sich, dass die internen Abteilungen überlastet sind. Abhilfe schaffen externe Dienstleister – sie fangen Überhänge auf und ergänzen die interne Expertise.“, sagt González Cortés. Bisher nutzen lediglich knapp über die Hälfte (51 %) der Unternehmen externe Unterstüt-zung. In Ländern wie Belgien und Deutschland liegt der Anteil hingegen bei über 80 %.
Viele termingerechte Zahlungen Ein weiteres Ergebnis der Studie: Mit 82 % begleicht ein Großteil der spani-schen Konsumenten seine Rechnungen pünktlich. Handelsunternehmen haben dabei die zuverlässigsten Kunden (88,6 %). Im Geschäftskunden-Bereich gehen mit 74,8 % fast drei Viertel aller Rechnungen innerhalb der vorgegebenen Zahlungsziele ein. Nur in Deutschland wird ähnlich pünktlich gezahlt: Dort gehen 81,4 % der Rechnungen von Endverbrauchern und 75,4 % der Rechnungen Geschäftskunden innerhalb der vorgegebenen Frist ein. „Spanische Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Zahlungs-ausfälle zu vermeiden, ohne pünktliche Zahler durch strengere Bezahlmoda-litäten zu verärgern“, fasst Manuel González Cortés, Geschäftsführer EOS AdeC, zusammen. „Ein individuelles Risiko- und Forderungsmanagement schafft Abhilfe: Je eher überfällige Forderungen angemahnt werden, desto geringer die Aus-fallwahrscheinlichkeit“ so Gonzalés Cortés weiter.
Zur EOS Zehn-Länder-Studie 2010: „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ Gemeinsam mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Ipsos befragte EOS im Frühjahr 2010 2200 Unternehmen in zehn Ländern zu den dortigen Zahlungsge-wohnheiten. Jeweils 200 Unternehmen in Großbritannien, Spanien, Griechenland, Rumänien, Russland, der Slowakei, Bulgarien, Polen und Belgien sowie 400 Unter-nehmen in Deutschland beantworteten Fragen rund um die eigenen Zahlungserfah-rungen, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sowie zu den Themenkreisen Risiko- und Forderungsmanagement. Weitere Ergebnisse der Studie gibt es im In-ternet unter: www.eos-solutions.com/studien
Die EOS Gruppe Die EOS Gruppe ist einer der führenden internationalen Anbieter von individuellen Dienstleistungen rund um den Lebenszyklus einer Kundenbeziehung – von der Kun-dengewinnung über die elektronische Zahlungsabwicklung bis hin zu Inkasso und Forderungskauf. Schwerpunkt bildet das Forderungsmanagement. EOS steht für Qualitätsinkasso zum Schutz von Gläubigern und Verbrauchern. Mit über 5000 Mit-arbeitern bietet EOS seinen 20.000 Kunden in mehr als 20 Ländern der Welt mit über 40 Tochterunternehmen Dienstleistungen an.
Weitere Informationen: www.eos-solutions.com Kontakt: Manuel Gonzalés Cortéz, EOS , Tel.: +34 981 779211, E-Mail: mcortes@acciondecobro.com |